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Mittwoch, 22. August 2018
   


Stadtbibliothek G. E. Lessing
Lessingplatz 3
01917 Kamenz
Tel. 03578/379-288
Fax 03578/379-289
 
Erwachsenenbibliothek
Mo - Fr
10:00-18:00 Uhr
Mi
geschlossen
 
Kinderbibliothek
Mo & Fr
13:00-16:00 Uhr
Di & Do
13:00-18:00 Uhr
 
Mobile Bibliothek
03. September 2018
01. Oktober 2018
 
 

Presseinformationen


Presseinformation 2018-11 Ferienspaß vom 7.8.2018

Schafgäääng trifft Lesemonster

Ferienspaß in der Bibliothek

 

In der Stadtbibliothek G. E. Lessing gab es auch in diesem Jahr kein Hitzefrei. Der Buchsommer erreichte mit 120 Jugendlichen einen Rekord und sorgte sogar für Engpässe beim Lesestoff. Die 11- bis 16-jährigen Teilnehmer erhalten am Freitag, dem 24. August 2018, zur Abschlussparty bei Disco, Hamburger und Cola ihr vom Kultusministerium ausgefertigtes Lese-Zertifikat. Damit haben sie einen Bonus für den Deutschunterricht in der Tasche.

Die Stadtbibliothek beteiligte sich außerdem mit drei Aktionen am 3. Kamenzer Sommerferien(s)pass. Die jüngeren Kinder bastelten ihre individuelle Lesemonster-Buchstütze, lernten verrückte Spiele kennen und staunten am Hydraulischen Widder über ein Schaf, das Wasser pumpen kann. So verging für rund 40 Grundschüler die letzte Ferienwoche wie im Flug.

Mehr als 42 Prozent aller Bibliotheksnutzer sind jünger als 18 Jahre. Für sie ist die Bibliothek im Lessinghaus neben Freizeit und Hobby auch ein beliebter Lernort, in dem sie die passende Literatur und Internet-Arbeitsplätze mit Drucker finden. Außerdem können Schüler ganz bequem zu Hause oder auf mobilen Geräten im Bibliothekskatalog stöbern und im Schüler-Duden recherchieren, um geprüfte Informationen zu erhalten.

 

 

 Bildunterschrift:

Helene Koch, Fabriese Prüver, Syrina Bergmann und Mia Schneider (von links) sind stolz auf ihre selbstgefertigten Buchstützen. Sie gehörten zu den 14 Grundschülern, die zum Sommerferiens(p)ass in der Stadtbibliothek G. E. Lessing waren. Illustratorin Martina Burghart-Vollhardt, die Schöpferin des Lesemonsters, gab ihnen Anregungen zur künstlerischen Gestaltung und erzählte, woher das dreiäugige Wesen gekommen und wie es in die Kamenzer Kinderbibliothek gelangt ist.

Presseinformation Onleihe 2018-02 Zeitschriften

  

Von A, wie Auto, bis Z, wie Zuhause

Angebotserweiterung in der Onleihe Oberlausitz

 

Seit Juni 2018 bietet die digitale Bibliothek Onleihe Oberlausitz neben den rund 18.000 elektronischen Büchern, Hörbüchern und Filmen zusätzlich 16 Zeitschriften zum Herunterladen auf Smartphone, Tablet & Co. an. Zum neuen Angebot gehören Ratgeber, wie „Familie&Co.“, „Focus Gesundheit“ und „Psychologie heute“ sowie Titel zu den Themen Garten und Wohnen. Außerdem haben die Kunden Zugriff auf „Chefkoch“ und „Backen leicht gemacht“ sowie mehrere Verbrauchermagazine, wie „Test“ und „Outdoor“. Damit reagieren die in der Onleihe zusammengeschlossenen Bibliotheken in Bautzen, Bischofswerda, Ebersbach-Neugersdorf, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Niesky, Ottendorf-Okrilla, Radeberg, Radebeul, Weißwasser und Zittau auf die Wünsche ihrer wachsenden Nutzergemeinde.

 

Mehr als 3.000 Personen nehmen die Onleihe Oberlausitz als digitalen Service in Anspruch. Vor allem Leser, deren Alltag von einer hohen Mobilität geprägt ist, schätzen den jederzeitigen und weltweiten Zugriff auf das virtuelle Medienangebot. Die Nutzung der Onleihe hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, so dass 2017 rund 90.000 Entleihungen gezählt werden konnten. Hinzu kamen 5.900 Zugriffe auf die Genios-Presse-Datenbank, die mit 1.400 Titeln, von der Tageszeitung bis zur Fachzeitschrift, hervorragende Informationsmöglichkeiten bietet.

 

Mehr als 12 Prozent der Einwohner in den Landkreisen Bautzen und Görlitz sind Bibliotheksmitglieder. Sie schätzen ihre Bibliotheken als neutrale und kommerzfreie Orte, wo sie in den Regalen topaktuelle Medien, darunter auch zahlreiche gedruckte Presse-Erzeugnisse, finden. Und nicht nur das: hier können sie gemütlich verweilen, sich individuell beraten lassen und miteinander ins Gespräch kommen. Bibliotheksmitglied zu werden, ist einfach und kostet wenig. Die Türen stehen für Jedermann und Jederfrau, für Jung und Alt offen.

Foto zur kostenlosen Veröffentlichung: ©Stadtbibliothek Kamenz

Bildunterschrift: Die Bibliotheken der Onleihe Oberlausitz haben ihren Service erweitert. Zeitungen und Magazine können jetzt auch als ePaper auf Smartphone & Co. gelesen werden.


Presseinformation 2018-08 Buchsommer

 Ein Sommer, wie er im Buche steht

Ferienaktion für Jugendliche in der Stadtbibliothek G.E. Lessing

 

In der Bibliothek im Lessinghaus schwimmen ab dem 18. Juni 2018 topaktuelle Jugendbücher ganz oben. Der Bücherpool mit über 100 der neuesten Exemplare soll wieder zahlreiche 11- bis 16-Jährige animieren in den Sommerferien beim Lesen abzutauchen. Wer drei Titel schafft, erhält ein Lesezertifikat vom sächsischen Kultusministerium. Die Bücher müssen von den Teilnehmern bewertet und in ein Leselogbuch eingetragen werden. Einige Lehrer belohnen die freiwillige Leseleistung sogar mit einer guten Note, was zu Anfang des Schuljahres bestimmt ein toller Anreiz ist.

 Der Buchsommer endet am Freitag, dem 24. August 2018, mit einer Abschlussveranstaltung, zu der alle Teilnehmer eingeladen sind. Neben Disko, Imbiss und Getränken gibt es an diesem Abend die Zertifikate sowie ausgeloste Sonderpreise. Mitmachen ist einfach: Teilnahmebogen ausfüllen, in der Bibliothek abgeben, während der Sommerferien fleißig lesen – es können auch mehr als drei Bücher sein – und das Logbuch führen.

 Lesen ist eine Grundvoraussetzung für die persönliche Entwicklung jedes Menschen. Dies will die Kamenzer Bibliothek fördern, die seit 2012 zum sachsenweiten Buchsommer-Netzwerk mit nahezu 100 sächsischen Bibliotheken gehört. Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 Entgegen der weitläufigen Meinung steigen die Zahlen der jugendlichen Bibliotheksnutzer, die in Kamenz immerhin mit rund 20 Prozent vertreten sind. In den vergangenen sechs Jahren erreichte die Stadtbibliothek G. E. Lessing mit dem Buchsommer mehr als 500 Schüler. Ein positiver Nebeneffekt war dabei, dass auch neue Leser gewonnen werden konnten.


Presseinformation 2018-06 Lesung Krimi

Der Ex, die Kinder und ein Mord

Krimi-Lesung in der Stadtbibliothek G. E. Lessing

„Da sitzt sie nun, die schöne Alexa, das ehemalige Model. Mausetot in der teuren Limousine, gar nicht weit weg vom Zittauer Polizeirevier.“ Der Autor Rainer Böhme aus Sebnitz schickt seine Ermittler zur Aufklärung des Falls „Mord in Zittau“ in die Region zwischen Zittau, Hoyerswerda und Görlitz, womit er sich in das beliebte Genre der Regionalkrimis einreiht. Obwohl auch bei Rainer Böhme sämtliche Personen und Ereignisse erfunden sind, merkt man seiner Geschichte an, dass sie ein ehemaliger Kriminalist geschrieben hat. Kein Wunder, war der Verfasser doch zu DDR-Zeiten Kripo-Chef in Berlin-Marzahn und Redakteur der Fachzeitschrift für Kriminalisten. Seit seinem Renteneintritt im Jahre 2010 widmet er sich seiner Liebhaberei: dem Schreiben von Büchern, von denen bereits sechs veröffentlicht wurden.

Foto zur kostenfreien Veröffentlichung

Rainer Böhme ist am Montag, dem 23. April 2018, 19 Uhr, in der Stadtbibliothek G. E. Lessing zu Gast und stellt seinen neuesten Krimi vor. Dazu lädt die Kamenzer Bibliothek herzlich ins Lessinghaus ein (Lessingplatz 3). Der Eintritt ist frei.

Presseinformation 2018-04 Krabat

Johann von Schadowitz – Krabat der Oberlausitz

Eine Lebensgeschichte jenseits von Zauberbuch und Hexerei

Ein fremdländischer, kroatischer Rittmeister beflügelte die Phantasie seiner Mitmenschen dermaßen, dass sie ihm den Ruf des Schwarzkünstlers andichteten. Seitdem basiert die sorbische Sage über den guten Zaubermeister „Krabat“ auf den historisch verbürgten Leibgardisten Johann von Schadowitz, alias Janko Šajatović (1624-1704).

Der Biograf und Genealoge Hans-Jürgen Schröter aus Wittichenau hat dessen Leben elf Jahre lang intensiv erforscht. Bei seinen Recherchen in unzähligen Unterlagen, Briefen und Archivmaterialien aus nationalen und internationalen Beständen entdeckte er einen wissbegierigen, charmanten und umsichtigen Adeligen, der von 1660 bis 1702 als persönlicher Leibgardist den kurfürstlich-sächsischen Familien diente und sein Vorwerk in Särichen, heute Groß-Särchen, mit allerlei Neuerungen zum Erblühen brachte.

Am Freitag, dem 20. April 2018, 19 Uhr, lädt die Stadtbibliothek G. E. Lessing gemeinsam mit dem Kamenzer Geschichtsverein e.V. zu einem Vortrag mit Hans-Jürgen Schröter ein, der nicht nur eine Biografie erzählt, sondern auch die Entstehung einiger Sagenmotive erläutert. Die Veranstaltung findet in der Kamenzer Bibliothek statt (Lessinghaus, Lessinplatz 3).

Der Eintritt ist frei.

Foto zur kostenlosen Veröffentlichung

Bildunterschrift:

Neben dem wunderbar illustrierten Buch von Martin Nowak-Neumann aus dem Domowina-Verlag bietet die Stadtbibliothek 30 weitere Titel zum Krabat-Thema. Darunter befinden sich der Roman von Jurij Brězan ebenso wie die Bearbeitung von Ottfried Preußler sowie Hörspiele und Verfilmungen.

 


Presseinformation 2018-02 Lese-Café vom 31.01.2018

„Iss Schokolade, meine Kleine!“

Lese-Café zu den LessingAkzenten

Nicht nur für Naschkatzen gibt es am Samstag, dem 24. Februar 2018, 15 Uhr, im Malzhauskeller ein „schokoladiges“ Programm (Eingang an der Pulsnitzer Straße 16). Die Sängerin Anne Schierack und der Gitarrist Frank Petersen erzählen, wie Graf Algarotti, der Kunstagent des sächsischen Königs, in Venedig das schöne Schokoladenmädchen des Malers Jean Etienne Liotard (1702 bis 1789) entdeckte. Fasziniert von dem Gemälde kaufte er es 1745 für die Dresdner Gemäldegalerie. Das Porträt einer einfachen, unbekannten Hausangestellten, die damals noch ein seltenes Motiv war, gehörte zu den ersten Werken der Aufklärung in der Kunst.

Mit dem Lese-Café beteiligt sich die Stadtbibliothek G. E. Lessing an den Kamenzer LessingAkzenten, die alle zwei Jahre als „kleine Schwester“ der Lessing-Tage vom Lessing-Museum organisiert werden. Das Bibliotheksteam hat wieder eine historische Episode ausgewählt, die literarisch unterhaltsam über die Lessing-Zeit zu erzählen vermag. Das musikalische Kammerspiel „Das Schokoladenmädchen“ schildert die Geschichte eines Bildes und ergänzt sie durch Lieder von Händel, Vivaldi, Mozart, Puccini und Johann Strauß. Die Gäste können sich köstliche Kleinigkeiten auf der Zunge zergehen lassen und zum Nachlesen das Buch „Wahre Geschichten um das Schokoladenmädchen“ von Petra Landsberg erwerben.

Die Karten für das Lese-Café kosten 10 Euro (inclusive Kaffee-Gedeck) und sind in der Stadtbibliothek (Tel. 03578/379-288) sowie im Lessing-Museum (Tel. 03578/379-111) erhältlich.

Abbildung zur kostenlosen Veröffentlichung (© Anne Schierack)

Zum Lese-Café serviert die Gesangssolistin Anne Schierack (Alt-Mezzosopran) als Schokoladenmädchen Geschichten, Lieder und süße Gaumenfreuden.

Presseinformation 2018 : Onleihe Oberlausitz 2017

Mehr als erwartet

Bibliotheken der Onleihe Oberlausitz ziehen Bilanz

Wer meint, dass der mediale Wandel die Bibliotheken bald überflüssig macht, wird bei einem Besuch in den 14 Einrichtungen, die in der Onleihe Oberlausitz zusammenarbeiten, eines Besseren belehrt. Der seit fünf Jahren bestehende Zusammenschluss ermöglicht es den Bürgern in Bautzen, Bischofswerda, Ebersbach-Neugersdorf, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Niesky, Ottendorf-Okrilla, Radeberg, Radebeul, Rothenburg, Weißwasser und Zittau ihre Bibliothek mobil rund um die Uhr zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurde davon 17.235 Mal Gebrauch gemacht. Ebenso wie bei den 89.485 Entleihungen zeugt die Ergebniskurve konstant nach oben. Die Anbieter freuen such 2017 über 1.092 Neuanmeldungen und ein von 18.595 Entleihungen. Zu den Top-Titeln zählten Thriller von Sebastian Fitzek und Katrin Slaughter sowie Frauenromane von Lucinda Riley und Charlotte Link. Zur Hitliste gehören ebenso das Magazin „Der Spiegel“ und das Hörbuch „Die Känguru-Chroniken“ sowie das Video „Pilates zum Mitmachen“.

Vom Abgesang der klassischen Medien kann dennoch keine Rede sein. Die Bibliotheken des Onleihe-Verbundes verbuchten 2017 insgesamt über zwei Millionen Entleihungen. Davon entfielen lediglich vier Prozent auf die E-Medien der Onleihe. Hier kämpfen die Bibliothekare mit verschiedenen Problemen. Zum einen erscheinen nicht alle Bücher in digitaler Form und zum anderen verweigern einige Verlage den Verkauf von Lizenzen an Bibliotheken bzw. beschränken die Nutzungsdauer, was zu einer verminderten Angebotsvielfalt führt. Grund dafür ist die fehlende gesetzliche Grundlage, wie sie für die analoge Ausleihe besteht. Der Deutsche Bibliotheksverband verhandelt gegenwärtig mit Bund und Ländern sowie der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) über die Tantiemen von Zweitrechten bei Sprachwerken.

Für die kommunalen Träger der Bibliotheken sind die steigenden Kosten des digitalen Bibliotheksservices oftmals eine Herausforderung. Deshalb teilen Bibliotheken untereinander und nutzen die Stärken der Gemeinschaft. So können die Kunden der Oberlausitzer Onleihe-Bibliotheken von zu Hause aus nicht nur auf E-Books zugreifen, sondern auch auf Online-Portale. Dass die Relevanz seriöser Daten an Bedeutung gewinnt, belegten 2017 etwa 30.000 Zugriffe auf das Munzinger-Archiv mit dem Schüler-Duden und die Brockhaus-Enzyklopädie sowie die Presse-Datenbank Genios. Denn Qualitäts- und personalisierte Informationen kosten immer noch Geld und nur wenige Menschen können sich dafür hunderte Euro leisten.

Zum Lernen und Lesen anregen, gehört zur Charakteristik bibliothekarischer Tätigkeit. In der öffentlichen Wahrnehmung werden kulturelle Bildungsveranstaltungen selten den Bibliotheken zugeordnet, dennoch vergeht kein Tag, an dem in ihnen nicht eine stattfindet. Die Onleihe-Bibliotheken kamen im vergangenen Jahr allein auf 2.889 Aktionen, die sie für Kinder, Schüler und Erwachsene durchführten.

Mit ihren Bibliotheken haben Kommunen ein wirkungsvolles Instrument in der Hand, um sich auf die Wissensgesellschaft einzustellen. Digitalisierung, demografischer Wandel und Migration erfordern neue Kompetenzen, die Technik allein nicht lösen kann. Orte mit unmittelbarer Kommunikation von Mensch zu Mensch sind ebenso gefragt, wie die professionelle Vernetzung von globalen und lokalen Informationen. Ein Ausdruck dafür ist die steigende Besucherzahl, die in den Onleihe-Bibliotheken auf über 700.000 kletterte. Für mehr als elf Prozent der Einwohner der Oberlausitz war 2017 der regelmäßige Bibliotheksbesuch eine Selbstverständlichkeit.

Foto zur kostenlosen Veröffentlichung

Logo Onleihe

Vom Abgesang der klassischen Medien kann keine Rede sein. In den 14 Bibliotheken, die die Onleihe Oberlausitz betreiben, erreichten E-Books trotz eines leichten Anstiegs 2017 nur fünf Prozent der gesamten Entleihungen. (© Stadtbibliothek Kamenz)


Presseinformation 2018-01 Bilanz 2017

Von wegen Internet! Bibliothek ist “in”

Täglich zwischen 70 und 100 Besucher, mehr als 800 Entleihungen sowie allerlei verschiedene Anfragen – die Stadtbibliothek in Kamenz ist kein antiquierter oder gar einsamer Ort. Sowohl die rund 30.000 klassischen als auch die 17.000 elektronischen Medien werden bestens genutzt. Im vergangenen Jahr ist jedes Buch, Hörbuch, Spiel, jede Zeitschrift, DVD oder Musik-CD viermal verliehen worden. Das sind insgesamt 118.708 Exemplare. Obwohl ein leichter Zuwachs bei den E-Books zu beobachten ist, beträgt ihr Anteil lediglich fünf Prozent. Einige Menschen denken vielleicht, wir steuern auf eine papierlose Zeit zu. Aber gegenwärtig prägt das altvertraute Buch noch unser Lese-Verhalten. Jeder Bibliotheksnutzer in Kamenz hat 2017 durchschnittlich 60 Medien entliehen. Zu den Top-Titeln gehörten Romane von Sebastian Fitzek, Iny Lorentz oder Jojo Moyes sowie Ratgeber und Sachbücher wie „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben oder „Das Pubertier“ von Jan Weiler. Bei den Kindern war alles über Fahrzeuge, Saurier und Prinzessinnen begehrt. Sie lieben den Drachen Kokosnuss und Gregs Tagebücher. Die 113 Jugendlichen, die am Buchsommer teilnahmen, bevorzugten Fantasy und Spannung. Warum, trotz vieler Unkenrufe, so viel gelesen wird? Der Schriftsteller Andreas Steindörfel gab in seiner Dresdner Rede darauf eine Antwort: „Lesen bedeutet immer auch: Spracherwerb. Spracherwerb bedeutet: die Fähigkeit erlangen, sich differenziert und verständlich ausdrücken zu können. Je differenzierter, umso verständlicher, umso erfolgreicher. Ohne Sprache kein Diskurs“ (Aus: Sächsische Zeitung 23. Februar 2015). Deshalb widmete sich die Kamenzer Bibliothek auch 2017 intensiv der Leseförderung und führte 79 Veranstaltungen, insbesondere für Kindergärten und Schulen durch.

Der Rückgang der Kamenzer Bevölkerungszahl 2017 um 130 Personen spiegelte sich in der Bibliotheksstatistik erfreulicherweise nicht wieder. Im Gegenteil: Es gab ein leichtes Plus. Insgesamt besaßen elf Prozent der Einwohner einen Bibliotheksausweis. Das waren 1.864 Personen und damit zehn mehr als im Vorjahr. Davon waren 54 Prozent Erwachsene, 26 Prozent Kinder bis 12 Jahre und 20 Prozent Jugendliche. Knapp die Hälfte der Bibliotheksnutzer kam aus Schönteichen, dem Haselbachtal und Elstra sowie aus den sorbischen Dörfern von Panschwitz über Crostwitz, Räckelwitz bis Ralbitz.

Was die Menschen an der Bibliothek schätzen, sind nicht nur top-aktuelle Bücher oder angesagte Spiele wie „Kakerlakak“ und „Lego Star Wars“ oder die 70 Zeitschriftenabonnements oder die „Bravo-Hits“ oder Filme von „Bibi & Tina“. Bibliotheken stehen durch Share-Economy für einen nachhaltigen Lebensstil und durch fachliche Kompetenz für die persönliche Entfaltung der Bürger. Außerdem kann man hier „einfach sein“, ohne etwas Bestimmtes tun oder kaufen zu müssen.

Die Kamenzer Stadtbibliothek wird 2018 weiterhin für attraktive Neuerwerbungen, darunter die Spiegel-Bestseller, sorgen und mit Fachliteratur sowie Online-Portalen, wie Schüler-Duden, Brockhaus und Presse-Datenbank, lebenslanges Lernen unterstützen. Denn nur wenige Menschen können sich hunderte Euro für Qualitäts- und personalisierte Informationen leisten. Außerdem wird ein zusätzlicher Benutzer-Arbeitsplatz eingerichtet und das Thema Gaming in den Blickpunkt gerückt.

Foto zur kostenlosen Veröffentlichung (© Stadtbibliothek Kamenz):

Die Bibliothek im Lessinghaus gehört zu den 177 kommunalen Bibliotheken im Freistaat Sachsen, die hauptamtlich betrieben werden und ihre Ergebnisse jährlich an die Deutsche Bibliotheksstatistik melden. Laut dieser Erfassung kam jeder Nutzer im Jahresverlauf neunmal in die Stadtbibliothek G. E. Lessing und hat 60 Titel ausgeliehen. Würde es für die Leistungsbilanz Zensuren geben, bekäme die Kamenzer Einrichtung mindestens die Note Gut. Über die Ergebnisse freuen sich auch Praktikantin Michelle Schmiedgen (links) und Freiwillige Susann Baldermann, die das Bibliotheksteam gegenwärtig engagiert unterstützen.

Presseinformation 2017-10 Kilian

KILIAN – Kinderliteratur anders

Leseförderung für fremdsprachige Schüler in der Stadtbibliothek G. E. Lessing

Am Mittwoch, dem 29. November 2017, 10 Uhr, kommen 30 Schüler mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) von der Grundschule am Forst in die Stadtbibliothek G. E. Lessing, die sie mit künstlerischen Mitteln an die wunderbare Märchenwelt der Brüder Grimm heranführen will. Madame Rosa aus Pulsnitz wird den Kindern mit großen Filzpuppen von Schneewittchen erzählen, die sich vor ihrer bösen Stiefmutter zu den sieben Zwergen in den Wald rettet.

Im Jahr 2012 startete der Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. zusammen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus das Projekt KILIAN, das mit einem Etat von 65.000 Euro zum festen Bestandteil der Leseförderung im Freistaat Sachsen geworden ist. Jährlich finden mehr als 100 Veranstaltungen statt, in denen Künstler verschiedener Genres die Inhalte von Geschichten darstellen. Dadurch erfahren insbesondere Förderschüler und fremdsprachige Kinder in einer von Buch und Lesen geprägten Umgebung, wie viel Spaß Texte machen können.

Wollen Öffentliche Bibliotheken ein solches Literaturerlebnis bieten, können sie die KILIAN-Veranstaltungen kostenfrei buchen. Allerdings müssen sie schnell reagieren, um eines der limitierten Angebote zu erhalten. Der Stadtbibliothek im Lessinghaus ist das bereits zum vierten Mal gelungen.

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© Deutscher Bibliotheksverband e.V./Sachsen


Presseinformation 2017-09 Aktionswoche Sucht

Nächte mit Affen im Nacken

Stadtbibliothek G. E. Lessing lädt zu Autorenlesung ein

„Crystal Meth ist ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge ohne Anspruch, härter und billiger als Kokain.“ Sebastian Caspar weiß, wie sie wirkt und wie man davon loskommt. In seinem Roman „Zone C“ hat er den von Drogen bestimmten Alltag verarbeitet. Am Montag, dem 25. September 2017, 20 Uhr, ist der Leipziger Autor in der Stadtbibliothek Kamenz zu Gast, um aus seinem autobiografischen Buch zu lesen. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Mit der Veranstaltung wird die „Aktionswoche zur Thematik Sucht“ im Landkreis Bautzen offiziell eröffnet, die eine intensive Auseinandersetzung mit den Problemen Alkohol, Rauchen & Co. ermöglicht.

Für zwei 8. Klassen der 1. Oberschule Kamenz gibt es bereits am Vormittag in der Kamenzer Bibliothek eine Begegnung mit der Romanfigur Sten und dessen Freund Monti, der scheinbar naiv und sorglos in den Tag hineinlebt. Was Sten nicht weiß: Monti birgt ein dunkles Geheimnis, und er selbst befindet sich näher am Abgrund, als ihm bewusst ist.

Dass sich die Stadtbibliothek G. E. Lessing an der jährlichen Projektwoche des Aktionskreises Suchtprophylaxe Bautzen unter Koordination des Netzwerkes für Kinder und Jugendarbeit e.V. Bischofswerda beteiligt, hat einen guten Grund: Immerhin gibt es in der Kamenzer Bibliothek mehr als 800 jugendliche Nutzer. Darüber hinaus stehen rund 130 Medien zum Thema Sucht zur Verfügung. Die Einrichtung im Obergeschoss des Lessinghauses versteht sich aber nicht nur als Verleiher von Medien, sondern auch als ein Ort, wo man persönliche Beratung erhält und miteinander ins Gespräch kommen kann. Dafür wird zur Autorenlesung mit Sebastian Caspar und einem Experten der Suchtberatungsstelle der Diakonie Kamenz ausreichend Zeit sein.

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Sebastian Caspar © by fLy | Ralf Menzel

Presseinformation 2017-08 Buchsommer Abschluss vom 15.08.2017

Zum Schulstart eine Eins in Deutsch - Buchsommer-Finale in der Stadtbibliothek G. E. Lessing

 

 

 

 

 

Pizza und Cola schmeckt auch Bücherfreunden und Leseratten …

78 Jugendliche erhielten am Sonntag, dem 13. August 2017, zur Abschlussparty am Malzhaus ihre Lese-Zertifikate. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Musiker Dany Rabbagh aus Dresden. Die Stadtbibliothek hatte zum sechsten Mal zur Ferienaktion „Buchsommer“ eingeladen. Von den 110 angemeldeten Jungen und Mädchen erreichten 69 Prozent das Ziel. Sie lasen in acht Wochen drei nagelneue Bibliotheksbücher, bewerteten diese und stellten sich einer kurzen „Lese-Prüfung“ durch die Bibliotheksmitarbeiterinnen.

78 Schüler erhielten das Lese-Zertifikat. Auch wenn die Mädchen in der Mehrzahl waren, holen die Jungen immer mehr auf. In diesem Jahr steigerten sie sich auf einen Anteil von 33 Prozent.

 

 

 

Die elf- bis 16-Jährigen kamen aus 15 unterschiedlichen Schulen. Darunter befanden sich neben den Kamenzer Einrichtungen auch die Sorbische Oberschule Räckelwitz, das Goethe-Gymnasium Bischofswerda, die Oberschule Bernsdorf und die Freie Schule Schwepnitz. Während die meisten von ihnen bereits einen Bibliotheksausweis hatten, meldeten sich zwölf Schülerinnen und Schüler neu in der Kamenzer Bibliothek an.

Der junge Musiker Rany Dabbagh bot den mehr als hundert Gästen Improvisationen aus Klängen und Wörtern.

Die Ferienaktion hat in der Lessingstadt immer mehr Zulauf erhalten und erzielte in diesem Jahr ihr bestes Ergebnis. Doch sind es weder die Verlosung der Büchergutscheine noch Pizza und Cola zur Abschlussparty, die zum Mitmachen animieren, sondern die Lese-Zertifikate des Sächsischen Kultusministeriums, von dem dieses Projekt gemeinsam mit den Sächsischen Bibliotheken durchgeführt wird. So können die Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer die Lese-Leistungen der Buchsommer-Teilnehmenden bei der Benotung im Unterricht berücksichtigen. Wenn das kein Ansporn ist … Vor allem aber ist es eine gelungene Maßnahme, um auch bei Büchermuffeln die Leselust und -kompetenz zu fördern. Die finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Sachsen – mit 800 Euro in Kamenz – ist deshalb gut angelegtes Geld, das langfristig unschätzbare Zinsen bringt.


Presseinformation 2017-07 vom 14. Juni 2017

Sommer, Sonne, Buch – Ferienaktion in der Stadtbibliothek G. E. Lessing

Die Kamenzer Bibliothek lädt während der Sommerferien Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren wieder zum Ferien-Lesespaß ein. Am Mittwoch, dem 14. Juni 2017, enterten 47 Schüler der 1. Oberschule Kamenz als erste das Bücher-Bassin in der Erwachsenenbibliothek im Obergeschoss des Lessinghauses. Ihre Lehrerin, Frau Elvira Schulz, motiviert Jugendliche seit sechs Jahren für den Buchsommer, weil sie es wichtig findet, „wenn in den Ferien ein Buch in die Hand genommen und gelesen wird. Das lässt das Herz eines Deutschlehrers höherschlagen“. Und was animiert Schüler zum Mitmachen? Benedikt Gneuß nimmt seit drei Jahren teil. „Es macht Spaß, in den Ferien mal wieder zu lesen, wenn man dadurch das neue Schuljahr gleich mit einer Eins in Deutsch starten kann. Außerdem macht sich das Lese-Zertifikat vielleicht nicht schlecht bei der Bewerbung.“, so der Achtklässler.

Und so geht’s: Teilnahmeschein in der Bibliothek oder in der Schule besorgen und ausfüllen. Danach in den 200 brandneuen Titeln stöbern und während der Ferien mindestens drei Bücher lesen. Egal ob Fantasy, Krimi, Liebesgeschichten, spannende Romane oder Sachbücher – selbst für den größten Lesemuffel ist etwas dabei. Denn die Aktion wendet sich an alle, die in der Freizeit und ohne Leistungsdruck ihre Lesefähigkeit verbessern wollen oder einfach nur Spaß am Lesen haben. Die Teilnahme ist kostenlos. Die gelesenen Bücher werden bei der Abgabe in ein Logbuch eingetragen. Wer drei Bücher geschafft hat, bekommt zur Abschlussparty am Sonntag, dem 13. August 2017, ein Zertifikat, das dem Deutschlehrer vorgelegt werden kann. Außerdem bekommt jeder Teilnehmer die Chance auf einen Büchergutschein in Höhe von 25 Euro. Der Los-Topf entscheidet über die drei Glücklichen.

Unter dem Motto „Beim Lesen tauch ich ab“ beteiligen sich mehr als 90 Bibliotheken in Sachsen am jährlichen Buchsommer. Die Stadtbibliothek G. E. Lessing ist zum sechsten Mal dabei. Das Ziel des vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderten Projekts, das gemeinsam vom Bibliotheksverband und dem sächsischen Kultusministerium durchgeführt wird, ist die Stärkung der Lesekompetenz von Jugendlichen.

Foto zur kostenlosen Veröffentlichung (© Stadtbibliothek):

Ran ans Bassin: Claudia Dignat, Filippa Reimers, Fabian Röhl, Michelle Winkler und Sebastian Faust von der 1. Oberschule Kamenz haben die passende Ferien-Lektüre in der Stadtbibliothek G. E. Lessing gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Presseinformation 2017-06 Kolin vom 16. Mai 2017

Knihovna heißt Bibliothek

Erfahrungsaustausch der Bibliotheken aus Kamenz und Kolin

Dass die Stadtbibliothek G. E. Lessing an einem Öffnungstag geschlossen bleibt, ist für ihre Nutzer ungewöhnlich. Am 12. Mai 2017 hatten sie aber großes Verständnis dafür. Denn das Bibliotheksteam startete an diesem Freitagmorgen nicht wie gewohnt die Computer in der Bibliothek, sondern das Dienstauto der Stadt Kamenz und los ging die Reise in die tschechische Partnerstadt Kolin. Grund war eine Einladung zum tschechisch-deutschen Kulturfrühling. Das Navi war programmiert mit Ziel „MESTSKA KNIHOVNA KOLIN“ = Stadtbibliothek Kolin. Nach einer herzlichen Begrüßung und dem Austausch von Gastgeschenken gab es anregende Begegnungen mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen. Bei der Besichtigungstour durch die Bibliothek staunten die Kamenzer über mehrere kleine Ausstellungen, die ideenreich und kreativ über die Lessingstadt informierten. Die Verständigung war durch die sachverständigen und humorvollen Übersetzungen von Frau Vera Dolezalowa zum Glück kein Problem. Sie kennt Kamenz bereits durch viele Städtepartnerschaftsbesuche.

Nach einem gemeinsamen typisch tschechischen Mittagessen gab es eine kleine Stadtführung rund um den Karlsplatz im mittelalterlichen Stadtzentrum. In Kolin existierte seit dem 14. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. Historische Zeitzeugen sind ein gut erhaltenes jüdisches Viertel mit der Synagoge aus dem 15. Jahrhundert. Im klassizistischen Gebäude der ehemaligen jüdischen Schule befindet sich heute die Stadtinformation. Das Bibliotheksteam übernachtete im ehemaligen Rabbiner-Haus. Die Koliner jüdische Gemeinde zerfiel im Jahr 1953. In der Synagoge, die heute kulturellen Zwecken dient, erlebten die Kamenzer am Abend einen Festakt mit klassischem Konzert des international prämierten Zemlinsky-Streichquartetts. Im Anschluss wurde eine Publikation deutsch-tschechischer Lyrik von Literaten des Koliner Elbegebietes präsentiert. Der Koliner Bürgermeister Vit Rakusan, der die Veranstaltung moderierte, kam bei einem kleinen Bankett und leichtem Swing im Innenhof der Synagoge dann mit den deutschen Gästen ins Gespräch. Seine herzlichen Grüße an alle Kamenzer Bürger nahmen wir auf die Heimreise mit und geben diese hiermit weiter. Die Koliner waren tolle Gastgeber, so dass leicht neue Kontakte geknüpft werden konnten. Selbstverständlich haben die Kamenzer die tschechischen Bibliothekare zum Gegenbesuch eingeladen.


Presseinformation 2017-05 Kooperation Pulsnitz

Verbandelt

Bibliotheken in Kamenz und Pulsnitz kooperieren weiter

Am 4. April 2017 unterschrieben der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz und die Pulsnitzer Bürgermeisterin Barbara Lüke die Fortsetzung der Kooperationsvereinbarung ihrer Stadtbibliotheken. In den nächsten zwei Jahren, in denen diese gilt, wollen die Bibliotheken eine Verbundlösung entwickeln, die in beiden Kommunen eine zukunftsfähige Bibliothek sichert.

Seit Juni 2015 arbeiten die Öffentlichen Bibliotheken in Kamenz und Pulsnitz eng zusammen. Sie haben getestet, inwieweit sich Synergien nutzen und welche Ressourcen sich bündeln lassen. Einwohnerschwächere Gemeinden haben selten die notwendige Kraft, um die steigenden Standards einer modernen und internetbasierten Bibliotheksarbeit zu gewährleisten. Die Stadtbibliothek G. E. Lessing wird deshalb weiterhin die Pulsnitzer Einrichtung mit Austauschbeständen versorgen, so dass dort trotz geringem Erwerbungsetat regelmäßig aktuelle Literatur zur Verfügung steht. Darüber hinaus haben die Kamenzer die Nachbarstadt in den Tourenplan ihres mobilen Hausservice aufgenommen und unterstützen fachlich das Bibliothekspersonal. Bibliothekskunden beider Städte können auch ihre Entleihungen am jeweiligen Heimatstandort zurückgeben.

Die neue Vereinbarung sieht zusätzlich vor, dass die Kamenzer die bibliothekspädagogischen Veranstaltungen für Kindergärten und Schulen in Pulsnitz unterstützen. Die Pulsnitzer Bürger wiederum müssen nicht mehr nach Kamenz fahren, um eine Fernleih-Bestellung aufzugeben. Dies ist jetzt samt Gebührenabrechnung vor Ort in Pulsnitz möglich.

Foto zur kostenlosen Veröffentlichung:

Kamenz und Pulsnitz setzen ihre kommunale Zusammenarbeit fort. Die Bürgermeister unterschrieben am 4. April 2017 in Pulsnitz die neue Kooperationsvereinbarung für ihre Bibliotheken.


Presseinformation 2017-04 Themenregal Film vom 28. März 2017

Verfilmte Literatur

Neues Themenregal in der Stadtbibliothek G. E. Lessing

Die Kamenzer Bibliothek bietet gegenwärtig in ihrer Erwachsenenabteilung ein neues Themenregal an. Diesmal dreht sich alles um Buchverfilmungen. Unter dem Titel „Verfilmte Literatur“ wurde ein reichhaltiges Angebot an cineastischen Werken aller Art zusammengetragen, denen eine literarische Schöpfung als Grundlage dient. Nahezu von der Geburtsstunde des Films an wurden literarische Stoffe in bewegte Bilder adaptiert. So schuf der französische Filmpionier Georges Méliès bereits im Jahre 1902 mit seinem Werk Le Voyage dans la Lune (Die Reise zum Mond) einen Science-Fiction-Film, der sich an Jule Vernes Büchern „Von der Erde zum Mond“ und „Reise um den Mond“ sowie dem Roman „Die ersten Menschen auf dem Mond“ von H. G. Wells orientierte. Seitdem sind tausende von Verfilmungen entstanden, die auf einer zuvor veröffentlichten Publikation beruhen. Die besten davon werden seit 1929 mit dem Academy Award, besser bekannt als Oscar, in der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ geehrt. Darunter solch legendäre Klassiker wie Vom Winde verweht, Einer flog über das Kuckucksnest, Schindlers Liste oder Wer die Nachtigall stört.

Von den mehr als 2.000 Filmen, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, die es in der Stadtbibliothek insgesamt gibt, haben über 400 eine Buch-Vorlage und laden nun im neuen Themenregal zum Stöbern ein. Außerdem werden, soweit verfügbar, auch die zugrundeliegenden Schriftwerke in der repräsentativen Auswahl gewürdigt.

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Presseinformation 2017-03 vom 16. Januar 2017

Frühe Neue Zeiten

Aktuelles Themen-Regal in der Stadtbibliothek G. E. Lessing

Bibliotheksnutzer wissen es: Jeder Besuch in der Stadtbibliothek G. E. Lessing inspiriert. In den Regalen lauert die Überraschung. Man findet, was man gar nicht gesucht hat. Doch oftmals muss es im Alltag schnell gehen und bleibt keine Zeit für bedächtige Entdeckungsreisen durch über 30.000 Medien. Für „Bibliothekssprinter“ gibt es in Kamenz mehrere Angebote zum schnellen Zugreifen. Dazu gehört neben den Bestsellern und den Neuerscheinungen eine thematische Medienpräsentation zu wechselnden Themen. Sie widmet sich gegenwärtig, flankierend zum Leitgedanken der Lessing-Tage, einer spannenden Geschichte des Aufbruchs im 16. Jahrhundert. Kopernikus begründete ein neues Weltbild, es wurden prächtige Renaissance-Gebäude errichtet und erbitterte Religionskriege geführt. Wer zum 500. Reformationsjubiläum im Bibliothekskatalog Informationen über die Luther-Zeit sucht, erhält mehr als zweihundert Treffer. Es handelt sich dabei sowohl um aktuelle Sachliteratur als auch Romane, Kinderbücher, Filme und Hörmedien. Daher stehen die Titel nicht an einem Ort, sondern verstreut in verschiedenen Regalen. Das Bibliotheksteam bietet sie bis zum 28. Februar 2017 in einer aufschlussreichen Zusammenstellung an. Zugreifen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Presseinformation 2017-02 vom 12. Januar 2017

 

Zu Gast bei der Lutherin: Die Kochkunst des "Herrn Käthe"

 

Die Stadtbibliothek G. E. Lessing lädt am Sonntag, dem 29. Januar 2017, 15 Uhr, zum Lese-Café mit der sächsischen Autorin Regina Röhner ins Röhrmeisterhaus ein (Lessingplatz 1) und will die Gäste am 518. Geburtstag von Luthers Frau Katharina von Bora (1499 bis 1552) mit Köstlichkeiten „a la Käthe“ überraschen! Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lessing-Museum zu den 51. Kamenzer Lessing-Tagen statt und kostet 7,50 Euro inklusive Kaffee-Gedeck. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität empfiehlt es sich, die Eintrittskarten rechtzeitig im Museum zu besorgen.

 

"Herr Käthe", pflegte Luther seine Frau Katharina von Bora zu nennen, und damit war im 16. Jahrhundert eigentlich schon alles gesagt. Katharina hatte "die Hosen an", sie stand einem großen Haushalt vor, sorgte für den Wohlstand der Familie und war quasi der Kopf eines funktionierenden Kleinunternehmens.

Eigentlich hatte man für sie etwas ganz Anderes vorgesehen: Nonne sollte sie werden, ihr Leben hinter Klostermauern verbringen. Dass sie vor diesem Leben floh und den Reformator Martin Luther heiratete, war vielleicht der erste große Skandal der Neuzeit. Aber die Klosterzeit war nicht umsonst: Katharina wusste, wie man eine Gutsherrschaft verwaltete, Gärten und Felder bewirtschaftet - und so kocht bzw. kochen lässt, dass es nicht nur für große Tischgesellschaften reicht, sondern auch noch allen schmeckt.

Auf der Grundlage von Luthers Briefen, Tischreden und archäologischen Funden auf dem Grundstück des Wittenberger Lutherhauses hat Regina Röhner den lutherschen Haushalt mitsamt der vom Reformator geschätzten Hausmannskost rekonstruiert und lässt dies alles, auf charmante und geistreiche Weise, wiederauferstehen - natürlich mit vielen Rezepten zum Nachkochen und Ausprobieren.

 

Regina Röhner, geboren 1952 in Hohenstein-Ernstthal, Diplom-Mathematikerin, widmete sich nach einem Fernstudium am Leipziger Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ ihrer Leidenschaft, der Schriftstellerei. Erzählungen, Geschichten und Porträts zu historischen Themen aus der Region Sachsen hat sie seither veröffentlicht. Mit Liebe und Kreativität geht die zweifache Mutter ihrem Hobby – dem Kochen – nach und lässt sich vom eigenen Kräutergarten immer wieder zu neuen Rezepten inspirieren. Ihre „Gefüllte Hähnchenbrust vom Thüringer Brathuhn mit Roter Gartenmelde und Safrannudeln“ gewann beim Vorentscheid des ARD-Buffet-Kochwettbewerbs 2008 unter dem Titel „Typisch regional – bewusst ökologisch“ den ersten Platz!

 

 

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Pressekontakt

Stadtverwaltung Kamenz
Pressestelle

Thomas Käppler
Tel. 03578/379-102

thomas.kaeppler@stadt.kamenz.de

 
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